Bilder: Tina Bonfig
Mit viel Spannung blickte man darauf was passiert, wenn ein angestammter Pferdezuchtverband, in dem der Haflinger seit vielen Jahren einen fast unvergleichbar hohen Stellenwert genießt, eine grenzenlos engagierte Gastgeberfamilie und ein rühriger Verein rund um den Reinzuchthaflinger zusammenarbeiten und eine Veranstaltung ins Leben rufen.
Die OHD Fohlenschau im Rahmen des fränkischen Fohlenchampionats in Höchstadt an der Aisch.
Getragen vom Pferdezuchtverband Franken, dem Verein Original Haflinger Deutschland e.V. und bestens organisiert und ausgerichtet von der Familie Hock in Höchstadt a. d. Aisch.
Bereits als die Meldeliste online ging wurde die Veranstaltung mit größter Vorfreude erwartet, denn das „Who is who“ der Haflingerzucht im Süden Deutschlands hatte eine interessante Kollektion seiner 2026 geborenen Nachwuchshoffnungen für die Schau gemeldet.
Am 26.7.2026 war es dann endlich so weit. Auch das Wetter war uns wohlgesonnen und so konnte die Veranstaltung unter besten Bedingungen stattfinden.
Als Gastrichter konnte der renommierte italienische Rasseexperte Günter Dejori aus Deutschnofen in Südtirol gewonnen werden. Zusammen mit den beim fränkischen Fohlenchampionat angestammten Richtern, dem bayerischen Zuchtleiter Torsten Große-Fresse und dem fränkischen Vorsitzenden Andreas Meyer, hatte die hochkarätige Kommission sicherlich keine leichte Aufgabe die feine Kollektion der vorgestellten Fohlen korrekt zu reihen.
Denn was bereits im Vorfeld Großes erhoffen ließ, übertraf qualitativ am Ende noch alle Erwartungen.
Man kann wohl mit Fug und Recht sagen, dass vom ersten bis zum letzten Fohlen eine wirklich hochwertige Kollektion ausgestellt wurde, die eindrucksvoll den Status Quo der Haflingerzucht im Süden Deutschlands zu repräsentieren wusste.
Die Fohlen überzeugten durchweg mit überragender Bewegungsqualität und in Typ und Modernität konnte ein beeindruckender Zuchtfortschritt präsentiert werden, der wohl jedem internationalen Vergleich standhalten kann.
Als Sieger bei den Hengstfohlen avancierte am Ende des Tages ein Nachkomme aus dem im Vorfeld in Züchterkreisen bereits viel besprochenen ersten Jahrgang des Hengstes Maximum. Die Mutter des von Matthias Aignern aus Fischen im Allgäu gezogenen und ausgestellten Hengstanwärters ist keine Geringere als die erfolgsverwöhnte Bundesreservesiegerin Wayana von Starkwind. So war es keine Überraschung, dass der würdige Sieger in allen Teilkriterien mit absoluten Höchstnoten überzeugen konnte und die Kommission ins Schwärmen brachte.
Als Reservesieger konnte sich ein typstarker, gut entwickelter Sohn aus dem ebenfalls ersten Jahrgang des Winterprinz und aus der Nanette von Maxwell durchsetzen. Gezogen und im Besitz von Robert Meier in Schrozberg war Insidern auch dieses Pedigree nicht unbekannt, konnte doch die Mutterstute Nanette zur Internationalen OHD Schau des Südens in 2023 als strahlende Gesamtsiegerstute den Platz verlassen.
Zweiter Reservesieger wurde wiederum ein Sohn des Maximum, aus der Hera von Wintersturm. Bereits in Sachsen hochdekoriert als Sieger des sächsischen Fohlenchampionats wusste er mit überragendem Hengsttyp und einem bereits weit entwickelten Körper von sich zu überzeugen. Gezogen und im Besitz von Sabine Mross gehen hier unsere Glückwünsche nach Breitenbrunn ins Erzgebirge.
Bei den Stutfohlen verzauberte die ganz feminin und bewegungsstark auftretende Tochter des Maximum aus der Zucht und im Besitz von Stefanie Obermeyer in Leutershausen. Auch bei diesem Fohlen kommen die überzeugenden Attribute nicht von ungefähr, konnte bereits die Mutter Nabella von Bellissimo W-Q vor 2 Jahren als Bewegungssiegerin der bayerischen Landesschau gefeiert werden.
Als Reservesiegerin avancierte das vom Haflingerhof Karlsbad ausgestellte Stutfohlen vom bewährten Vererber liz. Starkwind, aus der Maxima von Maxwell. Ein Fohlen, dass mit seinem Typ und Modernität in bester Ausstellungskondition strahlen konnte. Auch hier steht eine erfolgreiche Mutterstute und insbesondere ein Stutenstamm zu buche, der bereits seit Jahrzehnten immer und immer wieder mit überragenden Siegern auf nationalen und internationalen Schauen aufwarten kann.
Den zweiten Reservesieg sicherte sich eine enorm typ- und bewegungsstarke Tochter des W-Generation-C, aus der Namira von Bugatti. Auch hier finden sich auf der Mutterseite hochkarätige Stuten in Generationenfolge. Dem Hausherrn selbst, Alexander Hock darf man nicht nur als Züchter und Besitzer dieses schmucken Stutfohlens gratulieren, sondern auch zu einer rundum gelungen Veranstaltung auf seiner Anlage in Höchstadt. Für alle Anwesenden steht außer Frage, welch unermüdlicher Einsatz hier seitens Familie Hock, ihren Freunden und Helfern am Veranstaltungstag und auch in den Wochen vorab erbracht wurde.
Dem zahlreichen Publikum war neben einer hochkarätigen Fohlenschau auch allerhand Kulinarisches und Unterhaltsames geboten.
Beste fränkische Küche, ein Reiter-Flohmarkt, Verkaufsstände, Ponyreiten, Kinderschminken und ein spektakuläres Schauprogramm rundeten den Tag gekonnt ab, so dass die Veranstaltung sowohl für Fachpublikum wie auch für Interessierte außerhalb der Haflingerszene eine Reise wert war.
Ein besonderer Dank gilt neben Familie Hock und dem Richtergremium auch Jutta Palm, Gabriele Niebisch und Hannah Schuchter aus der Geschäftsstelle des Pferdezuchtverband Franken, bzw. Landesverband bayerischer Pferdezüchter für ihren immer freundlichen und engagierten Einsatz, stets im Sinne der Züchter!
Last but not least möchten wir uns auch noch bei unseren Sponsoren bedanken, die es uns ermöglicht haben, alle Teilnehmer mit attraktiven und wertigen Ehrenpreisen auszustatten.






