BERICHT

Haflinger-Zuchtschau in Csömör (Ungarn)

Eine wichtige fachliche Plattform, um den aktuellen Stand der ungarischen Haflingerzucht zu beurteilen und insbesondere junge Zuchtpferde nach Exterieur- und züchterischen Kriterien zu bewerten

·BERICHT

Haflinger-Zuchtschau in Csömör (Ungarn)

Bilder: Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter

Das Richtergremium setzte sich aus Lukas Scheiber und Robert Stephan Mair, Fachleuten des renommierten Fohlenhofs Ebbs in Tirol, sowie Dr. János Posta, Zuchtleiter, Zoltán Németh und Gábor Simon zusammen. Die gebündelte Fachkompetenz der Richter ermöglichte eine fundierte Beurteilung der vorgestellten Pferde und ihrer züchterischen Perspektiven.

An der Zuchtschau nahmen mehrere junge Fohlen, Zuchtstuten und Hengstanwärter teil. Besonders erfreulich waren die Ergebnisse der im Jahr 2026 geborenen Fohlen. Ihre Gesamtbewertungen lagen zwischen 72 und 75,5 Punkten und führten insgesamt zu einer Einstufung in die Klasse II/1.

Vorgestellt wurden vier im Jahr 2026 geborene Fohlen: die Stutfohlen Liabell und Irisz sowie die Hengstfohlen Nimród und Nibbio. Alle vier stammen von dem Hengst Norre-C ab. Als gemeinsame Exterieurmerkmal wurde bei allen vier Fohlen eine vergleichsweise kurze Halsform festgestellt. Dieser Aspekt wurde von den Richtern entsprechend in der Exterieurbeurteilung berücksichtigt.

Bei den älteren Junghengsten erzielte der 2024 geborene Hengst Bitcoin aus der B-Linie mit 77 Punkten eine Einstufung in die Klasse I/2. Aufgrund seiner Gesamtbeurteilung wurde er als vielversprechender Junghengst mit guten Perspektiven für den weiteren Zuchteinsatz eingeschätzt.

Auch bei den 2023 geborenen Stuten konnten solide Ergebnisse erzielt werden. Little Buggie erreichte 75 Punkte, Mara 74 Punkte, Priscilla 73 Punkte und Scream 71,5 Punkte. Im Jahrgang 2022 erzielte Flora 76 Punkte, während Luletti mit 74 Punkten bewertet wurde. Die 2018 geborene Lára erhielt 72,5 Punkte.

Der 2023 geborene Hengstanwärter Stimmer-G, Vertreter der St-Linie, wurde von den Richtern als Pferd mit einem eher traditionellen, älteren Typ und einem etwas schwereren Körperbau beschrieben. Diese Einschätzung liefert wichtige Anhaltspunkte für die weitere züchterische Beurteilung und die mögliche zukünftige Verwendung des Hengstes.

Bei der gesamten Zuchtschau wurde besonderes Augenmerk auf Rassetyp, Körperproportionen und Körpermaße, Exterieur, Bewegungsqualität sowie den Gesamteindruck gelegt. Ergänzend zur visuellen Beurteilung wurden wichtige Körpermaße erfasst, darunter die Widerristhöhe, der Brustumfang und der Röhrbeinumfang. Diese objektiven Daten stellen eine wertvolle Grundlage für die langfristige Beobachtung und Weiterentwicklung des ungarischen Haflingerbestandes dar.

Die Zuchtschau in Csömör erwies sich damit als eine wichtige fachliche Veranstaltung für die ungarische Haflingerzucht im Jahr 2026. Neben der Bewertung der einzelnen Pferde lieferte sie wertvolle Vergleichsdaten über den aktuellen Zuchtbestand und die nachfolgenden Generationen. Gleichzeitig leistete sie einen wichtigen Beitrag zur objektiven Beurteilung von Typ, Exterieur und Bewegung sowie zur Identifizierung vielversprechender Zuchtpferde für die Zukunft.

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